Der 64. Heidelberger Schloss-Kommers

Wo der Neckar den Odenwald verlässt und in die Oberrheinebene eintritt, liegt im Südwesten Deutschlands – Heidelberg. Seit Jahren ist es für viele Sueven Tradition im ersten Dezemberwochenende den Schlosskommers in Heidelberg zu besuchen. Dieses Jahr machte sich am Samstagmorgen, den 2.12.17 eine besonders große und buntgemischte Truppe, bestehend aus zahlreichen Aktiven, jungen und junggebliebenen Altenherren der Suevia und auch der Nibelungen, sowie zwei verehrten Damen, auf den Weg in die ehemalige kurpfälzische Residenzstadt. Bereits die feuchtfröhliche Bahnfahrt lies vermuten, dass ein ereignisreicher Samstag bevorstehen sollte. So war es auch ein Teilverdienst des mitgeführten Kölschs, Sekts und des ein oder anderen cremigen Cocktails, dass eine spontane Fahrplanänderungen der Bahn, der guten Grundstimmung keinen Abbruch tun konnte. In Heidelberg angekommen, trennten sich vorerst die Wege, um die verschiedenen Unterkünfte zu beziehen, ehe sich später auf dem Weihnachtsmarkt der malerischen Heidelberger Altstadt wiederzufinden. Das winterliche Wetter belegte die Altstadt und besonders das später angesteuerte Schloss, mit einer traumhaften Wintermärchenstimmung.

Im Heidelberger Schloss fand der Schlosskommers unter der souveränen Leitung vom Präsiden Andreas Wittenberg (K.St.V. Wiking Aachen) statt. Die Sueven bereicherten diesen Kommers mit einer Chargenordnung, unseren Vertretern des Vororts, Biermusikus Manuel Backer und weiteren Gästen in der Corona. Trotz einer schleppenden Bierversorgung war die Stimmung feierlich und dem Ambiente angemessen. In der Festrede wusste Marcus Ewald gekonnt die politische Lage unseres Landes humoristisch darzustellen, sowie den einzelnen Parteien unterhaltsam Seitenhiebe zu verpassen. Im Anschluss an den Festkommers wurde auf der Scheffelterrasse, mit köstlichstem Sekt, der übliche Zipfeltausch durchgeführt.  Ein sehr kalter Zipfeltausch. Aufgewärmt wurde sich später bei der Fidulitas und in den Clubs der Studentenstadt.

 

Die vielfältige Chargia des Kommerses

 

Am Sonntagmittag ging es zurück nach Köln. Dem Vorabend geschuldet, verlief die Rückfahrt deutlich wortkarger und ruhiger als der Hinweg. Die Blicke verloren sich im Rhein, der unser steter Begleiter der Fahrt war und in schneeweißer Atmosphäre traumhaft funkelte. Sobald wir die Kölner Bucht erreichten, verschwand der Schnee, wandelte sich in Regen und hieß uns, zurück in der Realität, willkommen. Es bleibt die Erinnerung an ein gelungenes Wochenende.

Georg Reichert